Mit Knut die Funktionen zum Zeichnen testen

Die neuen Möglichkeiten zum Zeichnen haben mich so begeistert, dass ich mir Knut ausgesucht habe, um die Wirkung hier zu demonstrieren.

Vorab: Beim Experimentieren stoße ich auf immer neue Phänomene. Wenn ich im Register Start in der Befehlsgruppe Zeichnung die Formeffekte wähle, finde ich neben den Schatten und 3D-Optionen noch die Formeffekte Spiegeln, Leuchten und Weiche Kanten, die nur im Rahmen der Vorgaben veränderbar und deshalb auch nicht im Formatdialog zu finden sind.

Der Effekt Leuchten hat unterschiedliche Auswirkungen auf gruppierte und nicht gruppierte Objekte: Sind die Objekte gruppiert, wird der Effekt nur auf die äußere Kontur der Gruppe angewandt (Bild 3), bei ungruppierten auf jedes Objekt separat (Bild 2).

Der Effekt Weiche Kanten ist überhaupt nicht auf gruppierte Objekte anwendbar, er bleibt ausgegraut. Wenn aber dieser Effekt auf mehrere Einzelobjekte angewandt wird und diese danach gruppiert werden, bleibt er erhalten und lässt sich mit Leuchten kombinieren.

Bild 4 zeigt den Effekt Weiche Kanten gemeinsam mit dem Leuchten aus Bild 3. Um ihn zu erzielen muss also die Reihenfolge exakt eingehalten werden (bei dem Beispiel mit dem zurzeit berühmtesten Pelztier blieben Augen und Nase bei den beschriebenen Aktionen außen vor). So ging ich vor:

1. Gesamtform aus einzelnen Formen zusammensetzen, Füllfarbe zuweisen, Formkontur: keine

2. alle Formen markieren, aber noch nicht gruppieren,

3. Effekt Weiche Kanten anwenden (Formeffekte | Weiche Kanten | Auswahl der Verlaufsbreite),

4. Formen gruppieren (Anordnen | Gruppieren),

5. Effekt Leuchten anwenden (Formeffekte | Leuchten | Auswahl von Farbe und Verlaufsbreite),

6. ggf. Farbe wechseln (Formeffekte | Leuchten | Weitere Leuchtfarben | Farbauswahl).

Erklärung dieses Effekts: Der Effekt Weiche Kanten erzeugt einem Transparenzverlauf von 100 % am äußeren Rand auf 0 % in der gewählten Breite. Der Hintergrund schimmert durch den transparenten Anteil hindurch.

Der Effekt Leuchten legt hinter die Form eine weitere Form an, die um das Maß der “Leuchtbreite” größer ist. Dieser Form wird wie bei Weiche Kanten ein Transparenzverlauf zugeordnet, der durch den Rand der Basisform begrenzt wird. Unter der Form ist der “Leuchtschatten” vollflächig vorhanden, was sich sehr leicht nachprüfen lässt, indem der Flächenfüllung der Basisform eine Transparenz zugewiesen wird. Lediglich bei Formen ohne Flächenfüllung gibt es kein Leuchten! Hat nun die Basisform Weiche Kanten, scheint die “Hintergrundfarbe” des Leuchteffekts durch. Auf diese Weise wird Bild 4 rundum plüschig.


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