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Mit Sprachpaketen die Oberfläche anpassen

Dieter Schiecke am 1. Februar 2008 um 12:26

Kürzlich rief mich ein Freund aus Paris an und fragte, wo ein bestimmter Befehl zu finden sei. Ich hatte ein deutsches, er ein französisches PowerPoint vor sich. Keine leichte Aufgabe, aber mit solchen Angaben wie “das fünfte von links anklicken” kamen wir zum Ziel. Mit Blick auf weitere Supportanfragen beschloss ich, mir ein Sprachpaket zuzulegen, mit dem ich meine Office-Programme im Handumdrehen auf eine französische Oberfläche umstellen kann. Solche Sprachpakete – so genannte Single Language Packs – sind für Office 2007 in mehr als 30 Sprachen verfügbar (detaillierte Informationen hier). Sie werden zum Preis von je 31,05 Euro Online vertrieben

Zwei Dinge sind verwunderlich:

  • Als Dollarpreis pro Paket wird 24,95 $ angegeben, trotzdem sind mehr als 30 Euro zu berappen. Das nennt mal wohl einen Monopolpreis.
  • Der Download des Sprachpakets ist 352 MB (!) groß. Einen Hinweis darauf gibt es nicht, man merkt es erst, wenn der Download beginnt. Wer keine Breitbandverbindung hat, sollte das also bedenken.

Eine FAQ zu den Sprachpaketen gibt es unter http://office.microsoft.com/de-de/suites/HA102113691031.aspx

Nach der Installation meines Sprachpakets kann ich nun in Windows über Start – Alle Programme – Microsoft – Microsoft Tools die unten gezeigten Spracheinstellungen aufrufen und dort zwischen deutscher und französischer Oberfläche umschalten.

Was ich jetzt noch suche: ein Sprachpaket für Englisch.

Noch ein Detail am Rande: In der französischen Office 2007-Version heißt der “Ribbon” einfach “le ruban” (zu Deutsch “das Band”). Das nur als Ergänzung zum Blogbeitrag Woher kommt eigentlich der Begriff “Ribbon”.

Spiegeln ja – aber richtig

Susanne Walter am 31. Januar 2008 um 13:15

Die neuen Grafikeffekte von PowerPoint 2007 werden von den meisten Anwendern mit Begeisterung aufgenommen. Ganz besonders praktisch finde ich den Effekt Spiegelung, der sich bisher nur mit einigem Aufwand in Bildbearbeitungsprogrammen erzielen ließ. In PowerPoint 2007 genügen wenige Mausklicks.

Allerdings wird in PowerPoint – wie auch in jedem Grafikprogramm – beim Spiegeln das Bild lediglich gedreht. Für die Bildlogik (z. B. erzeugt die Oberseite eines Objekts keine Reflexion am Boden) sind nach wie vor die Anwender zuständig.

Beim Spiegeln von Text kommt – wie oben gezeigt – ein weiteres Problem hinzu: Bei der Verwendung von Groß- und Kleinschreibung überschneiden sich die Unterlängen des Originaltextes und der Kopie. Dies ruiniert nicht nur die Optik, sondern beeinträchtigt bei längeren Texten – wenn der Effekt beispielsweise im Folientitel eingesetzt wird – auch die Lesbarkeit.

Fazit: Für Texte mit Spiegelung sind deshalb nur Großbuchstaben geeignet.

Auch dafür hält PowerPoint 2007 die passende Programmfunktion bereit:

  • Über das Register Start kann ich in der Gruppe Schriftart per Klick auf den Befehl Groß-/Kleinschreibung bereits vorhandenen Text ganz einfach durch Großbuchstaben
    ersetzen lassen und muss den Text nicht neu eingeben.
  • Mehr noch: Im Platzhalter eines Folienlayouts kann ich von vornherein festlegen, dass Text automatisch in Großbuchstaben angezeigt wird (zu den Folienlayouts geht es über die Registerkarte Ansicht und den Befehl Folienmaster).

Woher kommt eigentlich der Begriff „Ribbon“?

Dieter Schiecke am 27. Januar 2008 um 11:21

Der Begriff “Multifunktionsleiste” ist ziemlich sperrig. Daher wird nicht selten einfach “Ribbon” benutzt. In einer PC-Zeitschrift fand ich die Übersetzung “dynamisches Menüband”, was die Sache recht gut trifft. Erst recht, wenn seitdem ich weiß, wie das Entwicklerteam bei Microsoft auf den Begriff “Ribbon” gekommen ist. Nachzulesen in einem Blogbeitrag von Jensen Harrris. Hier eine ins Deutsche übersetzte Kurzfassung dieses Beitrags:

“Damals im Herbst 2003 arbeiteten wir eifrig an der Erstellung verschiedener Prototypen, um festzulegen, in welche Richtung wir uns mit der neuen Benutzeroberfläche bewegen sollten. … Einige von uns waren im Büro beim Brainstormen als ich die Idee eines “Ribbons” mit Befehlen vorschlug. Stellen Sie sich eine Art mittelalterliche Papierrolle vor, die auf zwei Spindeln aufgewickelt ist. Durch das Drehen der Spindeln können Sie die Papierrolle vor- und rückwärtsbewegen. Auf dem Computer hätte das wie eine extrem lange, rollende Reihe von Befehlen ausgesehen. Ungefähr so wie der Office 12-Ribbon, mit dem gesamten Inhalt der Registerkarten nebeneinander aufgereiht und ultraschnellem Scrolling in beide Richtungen.

Natürlich war das eine dumme Idee (ich bin mir nicht mal sicher ob wir uns überhaupt die Mühe machten, dies zu zeichnen). Aber die Idee brachte eine Serie von Bildern mit dem Namen “Ribbon” hervor, in welchen wir zwar das Prinzip beibehielten, die Inhalte jedoch in einzelne Register unterteilten. Als wir alles fertig gestellt hatten, nannten wir es Ribbon, obwohl das zu dem Zeitpunkt eigentlich keinen Sinn mehr ergab.

Dieser Zeitpunkt wäre sicherlich ideal gewesen, um festzustellen, dass wir einen einprägsameren Namen bräuchten, aber ach, wir taten es nicht. … Davon abgesehen war der Ribbon damals nur eine von vielen Ideen und es war noch unklar, welche davon umgesetzt werden würde. So wurde durch Zufall ein Name, der eigentlich einen ganz anderen Mechanismus beschreibt, zu der Bezeichnung, die wir auch heute noch verwenden.”

Wer den Blogbeitrag im Original lesen möchte, wird hier fündig: http://blogs.msdn.com/jensenh/archive/2005/10/07/478214.aspx

Vorsicht, neuer Flash-Player

Ute Simon am 21. Januar 2008 um 10:46

Adobe hat vor Kurzem eine neue Version des Flash-Players bereitgestellt (9.0.115.0). Leider werden nun erste Probleme damit berichtet.

Wenn Sie ein Flash-Steuerelement auf einer PowerPoint-Folie eingefügt haben und die Eigenschaften bearbeiten wollen, fehlt seit dem Update bei den Eigenschaften oben die Schaltfläche Benutzerdefiniert. Es ist zwar nach wie vor möglich, mit Hilfe der anderen Kategorien den Flash-Film zu steuern, jedoch werden viele Anwender den Komfort dieses Dialogfeldes vermissen.

Empfehlung: Überspringen Sie, wenn möglich, diese Flashplayer-Version.

Darüber hinaus werden Probleme beim Abspielen von mit Camtasia erzeugten Flashfilmen (SWF) berichtet. Mehr dazu lesen Sie hier.

10 + 2: So viele Möglichkeiten für ein und denselben Befehl

Dieter Schiecke am 17. Januar 2008 um 22:46

Diejenigen, die den Blog schon länger lesen, werden sich vielleicht erinnern, dass ich anfangs mal verzweifelt nach dem Befehl zum Ein- und Ausschalten der Führungslinien gesucht hatte. Der ist im Dialogfeld Rastereinstellungen enthalten. Heute habe ich per Zufall entdeckt, dass ich ganze 10 Möglichkeiten hätte, zu diesem Dialogfeld zu gelangen. Hier die ersten 9:

  • Start | Zeichnung | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • Zeichentools | Format | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • Bildtools | Format | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • SmartArt-Tools | Format | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • Diagrammtools | Format | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • Tabellentools | Layout | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • CD-Audio-Tools | Optionen | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • Filmtools | Optionen | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen
  • Soundtools | Optionen | Anordnen | Ausrichten | Rastereinstellungen

Beeindruckend, nicht wahr. Und hier noch die 10. und weitaus kürzere Möglichkeit:

  • Ich klicke mit der rechten Maustaste auf eine leere Stelle der Folie
  • und wähle im Kontextmenü den Befehl Raster und Führungslinien.

Fazit: Jetzt kann wirklich niemand mehr behaupten, dass die Entwickler von PowerPoint 2007 nicht an uns Anwender gedacht hätten. Ehrlich gesagt sind mir alle diese Wege zu lang und daher nutze ich meist die Variante 11: Ich schalte – wie schon früher – mit Alt + F9 die Führungslinien ein und aus.

P.S. Individualisten, denen keine dieser 11 Varianten zusagt, schaffen sich einfach eine 12. Möglichkeit:

  • Über Office-Schaltfläche | PowerPoint-Optionen | Anpassen in der linken Liste die Start-Registerkarte auswählen.
  • Nach unten scrollen und den Befehl Rastereinstellungen per Klick auf Hinzufügen in die Schnellzugriffsleiste einbauen. Fertig.

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