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Verwirrung um Vorlagen, Designs & Co.

Dieter Schiecke am 7. November 2007 um 14:41

Heute las ich eine Meldung, die mich erstaunte. Unter Bezugnahme auf einen Online-Kurs zu PowerPoint 2007 wird darin behauptet, dass die “wertvollste Änderung in PowerPoint 2007 im Vergleich zu den früheren Versionen” darin bestehe, dass jetzt jede Präsentation auf einer Vorlage basiere (wer will, kann die Meldung hier komplett lesen).

Ich kenne PowerPoint zwar erst seit 1994 (das war damals Version 3.0), aber eines weiß ich genau: PowerPoint-Präsentationen beruhten schon immer auf einer Vorlage.

Microsoft hat es zwar meisterhaft verstanden, Generationen von PowerPoint-Anwendern zu verwirren, indem es die Vorlagen mal “Entwurfsvorlage”, mal “Design”, mal “Präsentationsvorlage” benannte. Aber das ändert nichts daran, dass in PowerPoint jeder Datei eine Vorlage zugrunde liegt. Das gilt übrigens ebenso für Word oder Excel.

Was jetzt in Version 2007 erneut zu Durcheinander nicht nur in den Begriffen, sondern auch im Grundverständnis selbst führt, ist der Begriff “Design”, der in PowerPoint, Word und Excel eingeführt wurde. Wo ein Design im Wechselspiel von Vorlage, Master, Schrift und Farbe anzusiedeln ist, werden wir in weiteren Beiträgen genauer unter die Lupe nehmen.

Hier schon vorab: Ein Design ist keine Vorlage. Es kann Bestandteil einer Vorlage sein. Es kann aber auch ohne Vorlage existieren. Es ist – technisch betrachtet – eine THMX-Datei.

Ute Simon hat das für unser PowerPoint 2007-Handbuch mal wie folgt BILDHAFT zusammengefasst:

Alles an (s)einem Platz – Optionen für Multimedia

Pia Bork am 4. November 2007 um 08:03

Spektakulär sind die Neuerungen im Bereich Multimedia nicht, trotzdem habe ich mich über ein paar praktische Neuheiten gefreut.

Das Einfügen funktioniert wie gewohnt: Einfügen / Mediaclips / Film / Film aus Datei. Da unterscheiden sich noch nicht einmal die Menübefehle sehr von denen älterer Versionen. Auch die Abfrage, ob der Film automatisch oder bei Klick gespielt werden soll, ist bekannt.

Wirklich gut gefällt mir das unten gezeigte Register Filmtools / Optionen. Alle Einstellungen für Filme sind hier beieinander: ob Lautstärke oder Vollbildwiedergabe, Zurückspulen oder Ausblenden bis zum Filmstart. Schön zusammengefasst an einer Stelle.

Als Trainerin bin ich besonders angetan von der schnellen Umstellmöglichkeit zwischen den Wiedergabemöglichkeiten für den Film. Es ist ganz einfach, aus der Auswahlliste Film wiedergeben zwischen Automatisch und Wenn darauf geklickt wird zu wählen. In den älteren PowerPoint-Versionen war das nur über Änderungen der Animationseinstellungen möglich. Und das war für manch ungeübte Anwender eine ziemliche Hürde…

Wer grundlegende Erweiterungen der Multimedia-Fähigkeiten erwartet hat, wird enttäuscht. PowerPoint benutzt nach wie vor die in Windows integrierte Medienwiedergabe, also das Programm mplay32.exe. Damit leiden wir nach wie vor unter einer Beschränkung im Einsatz von modernen Codecs (quasi den Komprimierern für Videos), die es oft nicht für diesen kleinen Player gibt. Wir werden noch eine Weile damit leben müssen, die passenden Codecs für das Abspielen von Filmen unter PowerPoint im Internet zusammenzusuchen. Bleibt zu hoffen, dass in der nächsten PowerPoint-Version beim Thema Multimedia ein deutlicher Sprung nach vorn erfolgt.

Fördert Fruchtsaft die Kreativität?

Ute Simon am 30. Oktober 2007 um 21:21

Heute sah ich an der U-Bahn-Haltestelle ein Werbeplakat für einen neuen Fruchtsaft: Aus einem Foto der Früchte ist die Silhouette der Flasche, die daneben steht, herausgeschnitten. Ob sich das mit den neuen Grafikmöglichkeiten von Office 2007 wohl in PowerPoint verwirklichen lässt? Diese Frage ließ mir keine Ruhe und siehe da: Es geht!

So bin ich vorgegangen:

  • Ich habe mir aus den Microsoft-ClipArts ein Orangen-Foto herausgesucht sowie ein ClipArt von einer Flasche (Bildformat WMF), deren Gruppierung ich so lange aufgelöst habe, bis ich nur den Umriss übrig hatte (eine selbstgezeichnete Freihandform wäre natürlich eine Alternative gewesen).
  • Diese Flaschenform habe ich auf das Foto gelegt und mit derselben Füllfarbe wie den Folienhintergrund gefüllt.
  • Die Flasche bekam dann einen Schatten nach links oben innen, das Foto nach rechts unten außen. So erscheint die Flasche als “Loch”.

Die Idee ist natürlich ausbaufähig für Schlüssellöcher und ähnliche Dinge … Viel Spaß beim Probieren!

Endlich mehr Komfort beim Zeichnen

Susanne Walter am 29. Oktober 2007 um 08:16

Dass eine völlig überarbeitete Programmoberfläche gewöhnungsbedürftig ist, war mir klar. Aber auch nach über einem Jahr Umgang mit PowerPoint 2007 gibt es Dinge, an die ich mich nicht gewöhnen kann – und eigentlich auch nicht will.

  1. Befehle, die ich beim Zeichnen zum Ausrichten, Anordnen und Gruppieren ständig benötige, sind in der Registerkarte Start nur umständlich erreichbar.
  2. Wechsle ich in die Registerkarte Format, ist die Befehlshierarchie zwar flacher. Aber kaum klicke ich neben die Form, ist die Registerkarte auch schon wieder verschwunden. Also wieder Form markieren, Registerkarte Format erneut anzeigen und dann – endlich – weiterarbeiten.

Fazit: Ich will meine Symbolleiste Zeichnen wieder haben! (Nein, der Platz auf der Schnellzugriffsleiste reicht wirklich nicht aus.)

Dank Eckehard Pfeifer und Hans Werner Hofmann, die Ihr XML-Know-how im PowerPoint-Handbuch, hier im Blog und bei den PowerPoint-Anwendertagen zur Verfügung gestellt haben, konnte ich mir diesen Wunsch vor ein paar Tagen selbst erfüllen. Nach anfänglichem Grübeln und (Ver-)Zweifeln habe ich mir meine eigene Registerkarte Zeichnen zusammengestellt. Die folgende Abbildung zeigt sie.

Die neue Registerkarte enthält alle meine Lieblingsbefehle und – soweit machbar – jeden Befehl nur einmal. Denn ich möchte nicht viele Wege haben, um einen Programmbefehl aufzurufen, sondern EINEN und zwar möglichst den SCHNELLSTEN.

Soweit, so gut. Allerdings stand ich nun vor der Qual der Wahl, WIE ich mit meiner neuen Registerkarte arbeite. Denn zunächst einmal ist sie an die Datei gebunden, in der sie erstellt wurde. Damit ich nicht nur komfortabel zeichnen kann, sondern auch die richtigen Designvorgaben habe, müsste ich der Datei mit der neuen Registerkarte immer erst noch das jeweils benötigte Design zuweisen. Das wäre recht umständlich. Daher lasse ich die neue Registerkarte per Add-In gleich beim Start von PowerPoint in die Multifunktionsleiste einbauen. Meine zusätzliche Registerkarte steht mir jetzt in allen Präsentationen zur Verfügung.

Damit PowerPoint das Add-In laden kann, musste ich mich zuvor noch mit den neuen Sicherheitseinstellungen auseinandersetzen – noch so ein gewöhnungsbedürftiger Punkt. Aber dazu gab es ja in diesem Blog bereits einige Beiträge.

P.S. Wer möchte, kann sich die zusätzliche Registerkarte Zeichnen kostenlos herunterladen – wahlweise als PPTX-Datei oder als Add-In.

Wie lassen sich unerwünschte Designs deaktivieren?

Dieter Schiecke am 28. Oktober 2007 um 08:34

Ich weiß nicht, wie es anderen geht, aber mir würden von den 20 Designs, die Microsoft dem Office 2007-Paket mitgegeben hat, maximal 10 reichen. Das Suchen würde einfacher und das Zuweisen ginge schneller.

Nach dem Lesen der Blog-Beiträge zum Anpassen der Arbeitsumgebung – speziell der Multifunktionsleiste – dürfte allen klar sein, dass sich per XML auch unliebsame Designs ausblenden lassen. Es gibt aber noch einen anderen – zugegeben radikalen – Weg, der ohne jegliche Programmierung auskommt: Löschen der unliebsamen Designs.

Auf die Idee gekommen ist unser Blog-Leser Falko Graf aus Stuttgart. Er hat die Designs im Programmordner entdeckt, also beispielsweise C:\Programme\Microsoft Office\Document Themes 12. Sie tragen die Endung THMX.


Da die THMX-Dateien dort aber nicht die gleichen Namen tragen wie die Designs in PowerPoint, hat Falko Graf auf seiner Website noch eine “Übersetzungs”-Liste bereitgestellt. Da erfährt man beispielsweise, dass das Design namens Cronus als Civic.thmx abgelegt ist.

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