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Office 2007 für Heimanwender billiger: Jetzt für unter 100 Euro

Dieter Schiecke am 3. Oktober 2007 um 22:22

Dass Microsoft die Preise senkt, gehört wohl eher zu den Seltenheiten. Ich zumindest kann mich nicht daran erinnern, dass ein Microsoft-Produkt nur wenige Monate nach seiner Einführung plötzlich billiger wurde.

Zwei Gründe dafür sind sicher der Konkurrenzdruck durch kostenlose Programme wie OpenOffice und das Angebot “Docs and Spreadsheets” von Google. War aber ein hinter den Erwartungen zurückbleibender Absatz der neuen Office-Version der Hauptgrund, der die Microsoft-Oberen zu einer ersten Preiskorrektur veranlasst?

Erst vor wenigen Tagen gab es die Meldung, dass in den USA und Großbritannien College-Studenten weit unter 100 Euro für eine Office-Version bezahlen sollen. Und aus China war zu hören, dass Office 2007 auf allen Lenovo-Rechnern als Testversion vorinstalliert und nach 3 Monaten zum Vorzugspreis von weniger als 90 Euro erworben werden kann – und zwar nicht nur von Studenten.

Die ab 1. Oktober hier in Deutschland vollzogene Preiskorrektur betrifft das Paket

“Office Home and Student 2007″.

Diese Office-Variante, die zur privaten, nicht kommerziellen Nutzung von Jedermann erworben und auf bis zu drei verschiedenen Rechnern im Haushalt installiert werden darf, beinhaltet die Programme Word 2007, Excel 2007, PowerPoint 2007 und OneNote 2007.

Die unverbindliche Preisempfehlung für das Paket wurde von 169 auf 139 Euro heruntergesetzt. Bei Online-Händlern hat Microsofts Preissenkung dazu geführt, dass das Softwarepaket nun bereits für unter 100 Euro angeboten wird – bei amazon.de beispielsweise für 98,96 Euro. Mal sehen, was da noch so kommt!

Sprechen Sie RibbonX? Oder: Die Multifunktionsleiste anpassen

Hans Werner Hofmann am 2. Oktober 2007 um 12:44

In bisherigen Office-Versionen ließen sich Menüs, Befehle und Symbolleisten per VBA-Programmierung ändern. In 2007 ist die Benutzeroberfläche komplett anders aufgebaut. Um sie anzupassen, ist jetzt XML erforderlich.

XML ist – auch wenn man das von außen zunächst gar nicht sieht – das Gerüst jeder PowerPoint 2007-Datei. Ändere ich bei einer PowerPoint 2007-Präsentation die Endung PPTX in ZIP, sehe ich die zahlreichen XML-Dateien. Eine davon – namens customUI.xml – steuert das Aussehen der Multifunktionsleiste.

Am besten lässt sich das anhand eines konkreten Falls demonstrieren. Soll beispielsweise verhindert werden, dass in einer bestimmten PowerPoint-Präsentation animiert wird, kann per XML-Befehl aus der Multifunktionsleiste die Registerkarte Animationen einfach komplett entfernt werden. Die Anweisung würde wie folgt lauten: <tab idMso=”TabAnimations” visible=”false”/> Die folgende Abbildung zeigt die Multifunktionsleiste vor und nach der Anpassung.

ORIGINAL
ANGEPASST

Wohl gemerkt, die Registerkarte Animationen fehlt jetzt beim Öffnen dieser einen PowerPoint-Datei. Öffne ich eine andere, ist die Multifunktionsleiste wieder komplett. Im gezeigten Beispiel wurde übrigens auch noch eine Registerkarte umbenannt: Entwurf in Design (siehe blauer Pfeil).

Mit dem Editor aus dem Windows-Zubehör ließen sich solche XML-Anweisungen einbauen (natürlich gibt es auch professionelle XML-Editoren, aber dazu ein anderes Mal mehr).

FAZIT: Ich schreibe in eine XML-Datei Anweisungen zum Anpassen der Multifunktionsleiste, montiere diese XML-Datei unter Einhaltung gewisser Richtlinien in die PowerPoint-Datei ein und sorge so dafür, dass meine Präsentation beim Öffnen in PowerPoint mit einer von mir vorbestimmten Multifunktionsleiste erscheint. Ein geniales Konzept, jede PowerPoint- bzw. Office-Datei kann so ihre eigene Benutzeroberfläche mitbringen!
Übrigens: Wird die so ausgestattete Datei als Add-in gespeichert, stehen die Anpassungen nach Installieren des Add-Ins permanent zur Verfügung.

Beispiel-Projekt: CooperateDesign.pptx

Wie zuverlässig sind eigentlich PDF- und XPS-Konvertierung?

Dieter Schiecke am 30. September 2007 um 19:11

Beim Weitergeben von Präsentationen stellt sich immer wieder die Frage nach dem universellen Format. Die Ergebnisse beim Webexport einer PowerPoint-Präsentation haben mich noch nie wirklich überzeugt. Daher nehme ich gern mögliche Alternativen unter die Lupe. Eine davon ist das mittlerweile recht verbreitete Umwandeln von PowerPoint- in PDF-Dateien. Dass in Office 2007 mit einem kostenlosen Add-In von Microsoft der PDF-Export möglich ist, hat sich inzwischen herumgesprochen (wir haben über erste Erfahrungen in diesem Blog auch schon berichtet).

Für die PowerPoint 2007-Kurse bei den bevorstehenden PowerPoint-Anwendertagen habe ich mit einem der Organigramme aus den SmartArts eine Übersicht vorbereitet, in welchen Ausgaben von “PowerPoint aktuell” bereits Beiträge zur Version 2007 erschienen sind. Beim anschließenden Speichern der zwei Folien als PDF erlebte ich eine Überraschung.

  • Als ich die Präsentation mit Adobe Acrobat 8 als PDF speicherte, blieb die zweite Folie leer.
  • Beim Speichern mit dem Add-In von Microsoft hingegen wurden beide Folien ordnungsgemäß angezeigt.

Die Ursprungs-Präsentation hat 525 KB. Die 406 KB große PDF zeigt beide Folien komplett. Die mit Acrobat 8 erstellte PDF ist zwar nur halb so groß, aber dafür unvollständig.

Ich probiere meist beide Speicher-Methoden (auch in Excel und Word), weil ich einfach wissen möchte, ob es bemerkenswerte Abweichungen bei Qualität und Größe gibt. Diesmal steht es 1:0 für Microsoft.

Anschließend habe ich dann die PowerPoint-Präsentation noch ins XPS-Format konvertiert. Sie wuchs zwar um 30% an, aber die Qualität war wiederum perfekt. 2:0 für Microsoft.

Bleibt noch die Frage, wie und mit welchem Programm XPS-Dateien angezeigt werden:

  • Unter Windows Vista kann ich per Doppelklick eine XPS-Datei in meinem Webbrowser (Internet Explorer 7) öffnen, die Folien beliebig vergrößern oder verkleinern und sogar zwei Folien gleichzeitig anzeigen lassen.
  • Versuche ich das unter Windows XP (ebenfalls mit Internet Explorer 7), scheitere ich kläglich, denn da gibt es noch kein Anzeige-Tool für XPS-Dateien.

Fazit: Die Ergebnisse, die sich mit dem Add-In von Microsoft erreichen lassen, sind sowohl bei Fotos wie auch bei selbst erstellten Schaubildern im grünen Bereich. Während wohl so ziemlich alle PCs für das Anzeigen von PDF-Dateien gerüstet sind, gehört ein XPS-Viewer noch lange nicht zur Standardausstattung.

Mehr zum XPS-Viewer dann in einem weiteren Beitrag.

Für alle, die’s genauer wissen wollen: Das Buch (kommt)

Dieter Schiecke am 26. September 2007 um 21:51

Dass es im Blog in den letzten Wochen etwas ruhiger war, lag daran, dass wir unserem PowerPoint 2007-Buch noch letzten Schliff geben mussten. Nun ist es in der Druckerei und Anfang Oktober kommt es (endlich) in die Buchläden bzw. zu den Online-Versandhändlern. Wer also jetzt bestellt, muss nicht mehr lange warten.

Was erwartet die Leser?

Mehr als 800 Seiten Wissen. Natürlich vor allem zu PowerPoint 2007 und zum Einsatz der vielen neuen Funktionen sowie zu den Fallstricken.

Aber auch zu Themen, die genauso zum erfolgreichen Präsentieren gehören wie beispielsweise
– der Einsatz von Layout, Farben und Schriften auf Folien,
– das Planen und technische Durchführen einer Präsentation,
– Tipps zum Umgang mit Zahlen sowie Beispiele und Musterfolien.

Einige “Kostproben” aus dem Buch folgen hier in Kürze.

Der Mensch ist ein Gewohnheitstier…

Pia Bork am 23. September 2007 um 13:46

…wie auch ich feststellen musste. Ganz in Gedanken habe ich einen “alten” Tastenkürzel gedrückt, einen aus PowerPoint-2003-Zeiten. ALT plus A plus R ruft in PowerPoint 2003 nacheinander zuerst das Menü Ansicht, dann den Befehl Raster und Führungslinien auf. Und siehe da: es tut es immer noch!

Neugierig wie ich bin (es heißt ja schließlich DIE Neugierde…), habe ich gleich ausprobiert, was noch so geht. Das meiste ist langweilig, aber zwei haben mir noch gut gefallen: ALT plus E plus A für Einfügen Folien aus Gliederung und ALT plus E plus M für Einfügen Diagramm. Mit dem letzten gelangt man übrigens nicht in die Diagrammbearbeitung über Excel, sondern landet im ebenfalls alten Programm Microsoft Graph! Das hat hin und wieder seine Vorteile, wenn die Präsentation mit dem Diagramm für Kollegen bestimmt ist, die noch PowerPoint 2002 oder 2003 verwenden. Es gibt dann keine Probleme beim Hin und Her zwischen den Programmen.

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