Verwirrung um Vorlagen, Designs & Co.
Heute las ich eine Meldung, die mich erstaunte. Unter Bezugnahme auf einen Online-Kurs zu PowerPoint 2007 wird darin behauptet, dass die “wertvollste Änderung in PowerPoint 2007 im Vergleich zu den früheren Versionen” darin bestehe, dass jetzt jede Präsentation auf einer Vorlage basiere (wer will, kann die Meldung hier komplett lesen).
Ich kenne PowerPoint zwar erst seit 1994 (das war damals Version 3.0), aber eines weiß ich genau: PowerPoint-Präsentationen beruhten schon immer auf einer Vorlage.
Microsoft hat es zwar meisterhaft verstanden, Generationen von PowerPoint-Anwendern zu verwirren, indem es die Vorlagen mal “Entwurfsvorlage”, mal “Design”, mal “Präsentationsvorlage” benannte. Aber das ändert nichts daran, dass in PowerPoint jeder Datei eine Vorlage zugrunde liegt. Das gilt übrigens ebenso für Word oder Excel.
Was jetzt in Version 2007 erneut zu Durcheinander nicht nur in den Begriffen, sondern auch im Grundverständnis selbst führt, ist der Begriff “Design”, der in PowerPoint, Word und Excel eingeführt wurde. Wo ein Design im Wechselspiel von Vorlage, Master, Schrift und Farbe anzusiedeln ist, werden wir in weiteren Beiträgen genauer unter die Lupe nehmen.
Hier schon vorab: Ein Design ist keine Vorlage. Es kann Bestandteil einer Vorlage sein. Es kann aber auch ohne Vorlage existieren. Es ist – technisch betrachtet – eine THMX-Datei.
Ute Simon hat das für unser PowerPoint 2007-Handbuch mal wie folgt BILDHAFT zusammengefasst:
