Wie zuverlässig sind eigentlich PDF- und XPS-Konvertierung?
Beim Weitergeben von Präsentationen stellt sich immer wieder die Frage nach dem universellen Format. Die Ergebnisse beim Webexport einer PowerPoint-Präsentation haben mich noch nie wirklich überzeugt. Daher nehme ich gern mögliche Alternativen unter die Lupe. Eine davon ist das mittlerweile recht verbreitete Umwandeln von PowerPoint- in PDF-Dateien. Dass in Office 2007 mit einem kostenlosen Add-In von Microsoft der PDF-Export möglich ist, hat sich inzwischen herumgesprochen (wir haben über erste Erfahrungen in diesem Blog auch schon berichtet).
Für die PowerPoint 2007-Kurse bei den bevorstehenden PowerPoint-Anwendertagen habe ich mit einem der Organigramme aus den SmartArts eine Übersicht vorbereitet, in welchen Ausgaben von “PowerPoint aktuell” bereits Beiträge zur Version 2007 erschienen sind. Beim anschließenden Speichern der zwei Folien als PDF erlebte ich eine Überraschung.
- Als ich die Präsentation mit Adobe Acrobat 8 als PDF speicherte, blieb die zweite Folie leer.
- Beim Speichern mit dem Add-In von Microsoft hingegen wurden beide Folien ordnungsgemäß angezeigt.
Die Ursprungs-Präsentation hat 525 KB. Die 406 KB große PDF zeigt beide Folien komplett. Die mit Acrobat 8 erstellte PDF ist zwar nur halb so groß, aber dafür unvollständig.
Ich probiere meist beide Speicher-Methoden (auch in Excel und Word), weil ich einfach wissen möchte, ob es bemerkenswerte Abweichungen bei Qualität und Größe gibt. Diesmal steht es 1:0 für Microsoft.
Anschließend habe ich dann die PowerPoint-Präsentation noch ins XPS-Format konvertiert. Sie wuchs zwar um 30% an, aber die Qualität war wiederum perfekt. 2:0 für Microsoft.
Bleibt noch die Frage, wie und mit welchem Programm XPS-Dateien angezeigt werden:
- Unter Windows Vista kann ich per Doppelklick eine XPS-Datei in meinem Webbrowser (Internet Explorer 7) öffnen, die Folien beliebig vergrößern oder verkleinern und sogar zwei Folien gleichzeitig anzeigen lassen.
- Versuche ich das unter Windows XP (ebenfalls mit Internet Explorer 7), scheitere ich kläglich, denn da gibt es noch kein Anzeige-Tool für XPS-Dateien.
Fazit: Die Ergebnisse, die sich mit dem Add-In von Microsoft erreichen lassen, sind sowohl bei Fotos wie auch bei selbst erstellten Schaubildern im grünen Bereich. Während wohl so ziemlich alle PCs für das Anzeigen von PDF-Dateien gerüstet sind, gehört ein XPS-Viewer noch lange nicht zur Standardausstattung.
Mehr zum XPS-Viewer dann in einem weiteren Beitrag.